Begriffe kurz erklärt

Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA): einfach erklärt

Mehrfaktor-Authentifizierung (MFA) bedeutet, dass bei einer Anmeldung neben dem Passwort mindestens ein weiterer Nachweis nötig ist, zum Beispiel ein Code aus einer App oder ein Sicherheitsschlüssel. Die Nachweise stammen aus verschiedenen Kategorien: etwas, das man weiß, etwas, das man besitzt, oder ein körperliches Merkmal wie der Fingerabdruck. Ein gestohlenes Passwort allein reicht Angreifern dann nicht mehr.

Welche Verfahren es gibt

Codes per SMS sind besser als kein zweiter Faktor, lassen sich aber abfangen, etwa wenn Betrüger die Telefonnummer auf eine andere SIM-Karte umleiten. Verbreitet sind Authenticator-Apps, die einen Einmalcode anzeigen oder eine Anmeldung per Tippen bestätigen lassen. Bei der Bestätigung per Tippen hilft ein Zahlenabgleich gegen Angreifer, die Nutzer mit vielen Anfragen so lange nerven, bis sie aus Versehen zustimmen.

Als besonders sicher gelten FIDO2-Sicherheitsschlüssel und Passkeys. Sie sind an die echte Webadresse gebunden und funktionieren deshalb auf einer gefälschten Anmeldeseite nicht.

Worauf es in der Praxis ankommt

MFA gehört zuerst dorthin, wo ein Zugang aus dem Internet möglich ist: E-Mail und Microsoft 365, VPN, Fernwartung und alle Administratorkonten. Lücken entstehen oft durch Ausnahmen und ältere Anmeldeverfahren, die MFA umgehen. Planen Sie außerdem, wie Mitarbeitende wieder Zugang bekommen, wenn ihr Smartphone verloren geht, ohne dass dieser Weg selbst zur Schwachstelle wird.

Mehr dazu: IT-Security · Microsoft 365 und Azure

Häufige Fragen

Ist Zwei-Faktor-Authentifizierung dasselbe wie MFA?

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ist eine Form von MFA mit genau zwei Faktoren. MFA ist der Oberbegriff für zwei oder mehr Faktoren.

Ist ein Code per SMS sicher genug?

Er schützt deutlich besser als ein Passwort allein, gilt aber als schwächstes MFA-Verfahren. Für Administratorkonten und Zugänge mit weitreichenden Rechten sind Sicherheitsschlüssel oder Passkeys die bessere Wahl.

Wie sieht das bei Ihnen aus?

Wie das bei Ihnen aussieht, klären wir am besten im Gespräch. Wir sagen Ihnen, was davon für Ihren Betrieb wichtig ist.